Wenn man an Casinospiele denkt, die Eleganz und Glamour ausstrahlen, kommt einem sehr oft Baccarat in den Sinn. Dieses Spiel ist seit Jahrzehnten ein Synonym für hohe Einsätze, luxuriöse Salons und geheimnisvolle Agenten wie James Bond, der es auf der großen Leinwand stets mit Stil gespielt hat.
Gerade wegen dieses Rufs empfinden viele Anfänger Ehrfurcht und glauben, es handle sich um ein kompliziertes Spiel, das nur erfahrenen Spielern vorbehalten ist. Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus. Baccarat ist im Kern eines der einfachsten Casinospiele überhaupt. Es erfordert keine besonderen Fähigkeiten und keine komplexe Strategie. Es ist ein reines Ratespiel mit nur drei möglichen Ausgängen. Genau diese Einfachheit, verpackt in eine Aura von Raffinesse, macht Baccarat für Millionen von Spielern weltweit so attraktiv.
Wenn du dich schon einmal gefragt hast, wie Baccarat gespielt wird, und in die Welt dieses klassischen Spiels eintauchen möchtest, bist du hier genau richtig. Dieser Leitfaden räumt mit allen Mythen auf und führt dich Schritt für Schritt durch alles, was du wissen musst, damit deine erste Baccarat-Runde entspannt und selbstbewusst abläuft.

Das grundlegende Ziel beim Baccarat ist sehr einfach: Du setzt auf die Hand, von der du glaubst, dass ihr Kartenwert näher an 9 liegt.
Bevor der Dealer die Karten austeilt, platzierst du deine Wette auf einen von drei möglichen Ausgängen:
Player: Du wettest darauf, dass die Player-Hand näher an 9 liegt
Banker: Du wettest darauf, dass die Banker-Hand näher an 9 liegt
Tie: Du wettest darauf, dass Player- und Banker-Hand den gleichen Wert haben
Wichtig ist dabei: Du spielst nicht mit einer eigenen Hand gegen den Dealer. „Player“ und „Banker“ sind lediglich die Bezeichnungen der beiden Hände, die in jeder Runde ausgeteilt werden. Du beobachtest das Spiel und setzt auf das Ergebnis.
Die Punktewertung beim Baccarat unterscheidet sich von vielen anderen Kartenspielen, ist aber sehr leicht zu merken.
Ass (A): zählt 1 Punkt
Karten von 2 bis 9: zählen entsprechend ihrem Zahlenwert
10, Bube (J), Dame (Q) und König (K): zählen 0 Punkte
Beim Zusammenzählen der Karten zählt nur die letzte Ziffer. Erhält eine Hand zum Beispiel eine 7 und eine 8, ergibt das 15. Beim Baccarat wird die erste Ziffer ignoriert, der Handwert ist also 5. Besteht eine Hand aus einem König (0) und einer 6, beträgt der Wert 6. Die bestmögliche Hand hat einen Gesamtwert von 9.
Jede Runde folgt klar definierten Regeln, was das Spiel schnell und übersichtlich macht.
Einsatz platzieren: Bevor die Karten ausgeteilt werden, entscheidest du dich für Player, Banker oder Tie
Karten austeilen: Der Dealer gibt sowohl der Player-Hand als auch der Banker-Hand jeweils zwei offene Karten
„Natural“ feststellen: Haben die ersten beiden Karten einer der beiden Hände einen Wert von 8 oder 9, spricht man von einem „Natural“. Die Runde endet sofort und die Hand mit dem höheren Wert gewinnt
Dritte-Karte-Regel: Gibt es kein „Natural“, wird die Runde gemäß der festen Dritte-Karte-Regel fortgesetzt, die bestimmt, ob eine weitere Karte gezogen wird
Das ist der einzige Teil des Spiels, der auf den ersten Blick etwas kompliziert wirken kann. Die gute Nachricht ist jedoch: Du musst diese Regel nicht auswendig lernen. Der Dealer wendet sie automatisch an. Ein grundlegendes Verständnis hilft dir aber, den Spielverlauf besser nachzuvollziehen.
Liegt der Gesamtwert der ersten beiden Karten zwischen 0 und 5, zieht der Player immer eine dritte Karte Liegt der Wert bei 6 oder 7, bleibt der Player stehen.
Die Regeln für den Banker sind etwas komplexer, da sie davon abhängen, ob der Player eine dritte Karte gezogen hat und um welche Karte es sich handelt.
Hat der Player keine dritte Karte gezogen (also 6 oder 7), zieht der Banker nur dann eine dritte Karte, wenn sein Gesamtwert zwischen 0 und 5 liegt.
Hat der Player eine dritte Karte gezogen, gelten folgende Regeln:
Banker hat 0, 1 oder 2: zieht immer eine dritte Karte
Banker hat 3: zieht eine dritte Karte, außer die dritte Karte des Players war eine 8
Banker hat 4: zieht eine dritte Karte, wenn die dritte Karte des Players 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 war
Banker hat 5: zieht eine dritte Karte, wenn die dritte Karte des Players 4, 5, 6 oder 7 war
Banker hat 6: zieht eine dritte Karte nur dann, wenn die dritte Karte des Players 6 oder 7 war
Banker hat 7: bleibt immer stehen
Die Auszahlungen beim Baccarat sind sehr übersichtlich und gehören zu den größten Vorteilen dieses Spiels, da der Hausvorteil im Vergleich zu vielen anderen Casinospielen sehr niedrig ist.
Player-Wette: Auszahlung 1:1. Der Hausvorteil liegt bei etwa 1,24 %
Banker-Wette: Auszahlung 1:1, allerdings wird auf den Gewinn eine Provision von 5 % erhoben. Die effektive Auszahlung beträgt somit 0,95:1. Trotz der Provision ist dies statistisch die beste Wette mit einem Hausvorteil von nur 1,06 %
Tie-Wette: Auszahlung meist 8:1 (manchmal 9:1), jedoch mit dem höchsten Risiko. Der Hausvorteil liegt bei über 14 %, weshalb erfahrene Spieler diese Wette in der Regel meiden
Der besondere Reiz von Baccarat liegt in seiner Einfachheit und dem niedrigen Hausvorteil. Im Gegensatz zu Spielen mit komplexen Regeln, etwa Roulette mit seinen zahlreichen Innen- und Außenwetten, bietet Baccarat elegante Klarheit mit nur drei Wettmöglichkeiten.
Zwar gibt es auch beim Baccarat Wettsysteme wie das Martingale-System, doch sollte man sich immer bewusst sein, dass keine Strategie Gewinne garantieren kann und jede Runde ausschließlich vom Zufall abhängt.
Baccarat ist längst kein Spiel mehr nur für eine Elite. Dank Online-Casinos steht es heute jedem offen und verbindet Spannung mit maximaler Einfachheit. Jetzt, da du die Regeln kennst, die Kartenwerte verstehst und mit den drei Hauptwetten vertraut bist, bist du bereit, dein Glück zu versuchen.
Vergiss komplizierte Strategien, setze auf Banker oder Player, lehne dich zurück und genieße eines der elegantesten Spiele, die ein Casino zu bieten hat.